106 - Auch resiliente Menschen haben gute und schlechte Tage. Im Gespräch mit Anne Rosenblatt.
Shownotes
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Ich wünsche dir gute Gespräche, deine Sabine
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zum Kommunikations-Podcast Gespräche mit Erfolg von und mit Psychologin und Trainerin Sabine Tönnies.
00:00:10: Dein Podcast für klare, wirkungsvolle Kommunikation und erfolgreiche Gesprächsführung!
00:00:18: Du hast dich vielleicht in deinem Leben schon mal gefragt Resilienz wird sogar heigt aber was ist Resilience nicht?
00:00:30: Um diese Frage zu beantworten, habe ich heute einen Special Guest.
00:00:34: Sie ist eine wundervolle Frau die ich wieder kennenlernen durfte und hat über dreizehn Jahre Berufserfahrung in der IT.
00:00:43: Sie hat Erfahrung als Führungskraft.
00:00:45: Sie weiß ganz genau welche Herausforderungen Führungskräfte und Mitarbeiter aktuell zu bewältigen haben Und sie weiß natürlich dass unter den Anforderungen die täglich da sind ansteigt.
00:01:00: Aus diesem Grund hat sie sich spezialisiert auf Resilienz, Sie ist Resilience Coach und Trainerin und was sie will ist Menschen zu unterstützen dass sie bewusst mit herausfordernden Situation umgehen können und sie will Menschen in ihre Kraft bringen!
00:01:18: Ich begrüße ganz herzlich heute Anne.
00:01:22: Rosenblatt hört den Namen.
00:01:24: er is traumhaft Und sie hat mir, als wir uns kennenlernten, vielleicht darf ich das kurz teilen an.
00:01:30: Eine wundervolle Geschichte erzählt.
00:01:31: Sie hat nämlich zu mir gesagt ... Als sie ihren Mann geheiratet hat, hat sie gesagt, nimm mal meinen Namen!
00:01:38: Weil damit hast du es gut im Leben.
00:01:40: und so ging es mir auch, als ich sie kennenlernen durfte weil der Name Rosenblatt erzeugt so wunderschöne Vorstellungen im Kopf.
00:01:51: Ich kann euch sagen ihr seht sie nicht aber Sie ist genauso hübsch, wie dieser Name ist.
00:01:56: Und ich freue mich sehr, dass du heute da bist und wir darüber sprechen was Resilienz nicht ist!
00:02:03: Ein ganz herzliches Willkommen.
00:02:06: Vielen lieben Dank Sabine.
00:02:07: Ich freu mich, dass ich bei dir sein darf Bei euch sein darf Und vielen lieben dank auch für das Kompliment.
00:02:14: Tatsächlich ist es so Das wenn ich meinen Namen sage Dass die Leute sagen Ui, das ist aber ein schöner Name Und der prägt sich so toll ein.
00:02:27: Und ich freue mich natürlich, dass wir heute mal über das Thema reden können was denn Resilienz nicht ist.
00:02:32: Weil ich so ein bisschen das Gefühl habe gerade in meinen Workshops, dass Menschen das falsch verstehen, was man unter Resilience wirklich meint.
00:02:39: Ich hab ganz oft das Gefühl, dass die Menschen denken Das wenn ich resilient bin dann kann ich mehr
00:02:44: arbeiten schaffen
00:02:46: oder bin ich wie so eine Teflon-Fanne, an dem alles irgendwie abrallt und das ist es tatsächlich nicht.
00:02:54: Ja, das hat man ja!
00:02:55: Man hat ganz schnell die Vorstellung wenn ich resilient bin dann kann ich alles meistern.
00:03:02: Egal ob es Thema XYZ ist egal ob heute der Tag viel zu wenig Stunden hat mein Nervensystem ist tipi topi.
00:03:09: also deswegen finde ich das so spannend mit dir darüber zu reden Weil Resilienz erzeugt natürlich sofort irgendein Bild, weil es dieses Modewort ist.
00:03:18: Früher haben wir Stresskompetenz gesagt.
00:03:20: ich glaube das ist ziemlich ähnlich Ist natürlich nicht positiv, weil das Wort Stress drin ist.
00:03:26: aber Es geht darum dass man versteht okay und das ist das was du gerade gesagt hast Du bist eben keine Teflonpfanne an der alles abreilt.
00:03:34: Du hattest in der Vorbereitung vielleicht können wir das mal ein bisschen sammeln?
00:03:36: Was bedeutet es tatsächlich nicht?
00:03:40: Also was ich ganz oft höre, ist so ein bisschen wenn ich resilient bin dann habe ich keine Probleme mehr oder dann hab' ich keine Herausforderungen mehr.
00:03:50: Oder da bin ich immer ganz gelassen als würde es so sein dass wenn ich jetzt resilient bin das ich bei jedem Problem was um die Ecke kommt total entspannt bin und überhaupt nicht aus der Haut fahre.
00:04:03: Keine starken Emotionen mehr habe Oder dass ich Probleme schön rede.
00:04:11: Dass ich mir einrede, so eine Rotarose Brille aufsetze und mir sage Jöi!
00:04:16: So schlimm ist es ja gar nicht.
00:04:19: Nach dem Motto Schau mal die gute Seite an von den ganzen Problemen oder was auch ganz oft höre ist, bin ich dann ständig am Meditieren in einem konstanten Umzustand.
00:04:34: Und das ist es wirklich alles nicht.
00:04:36: Ich finde, dass wir da unheimlich falsch liegen, weil wenn ich resilient bin heißt es nicht, dass ich automatisch keine Probleme
00:04:45: mehr habe.
00:04:46: Also auch resiliente Leute haben mal einen schlechten Tag.
00:04:49: Auch resiliante Menschen haben mal den Tag wo sie sagen, boah!
00:04:54: Das geht heute eigentlich gar nicht oder wo sie ein Problem oder eine Herausforderung haben muss ich sagen... Ich weiß gerade nicht wie ich damit umgehen soll Und das ist alles in Ordnung, deswegen bin ich trotzdem Resilient.
00:05:09: Ja, das finde ich sehr wichtig, dass du das sagst.
00:05:11: Weil ich glaube ... Ich hab jetzt schon mehrfach mit Menschen über Resilienz gesprochen auch hier im Podcast und es entsteht immer so das Bild... Also wir Menschen können ja alles lernen, ne?
00:05:22: Das heißt, Resilience, wenn ich jetzt feststelle, ich bin gerade nicht so resilient kann ich ja wieder dafür sorgen durch bestimmte Dinge, dass meine Resilenz steigt also, Widerstandsfähiger werde.
00:05:33: Das ist ja das Gute am Mensch sein, man kann Sachen lernen und nichtsdestotrotz gibt es manchmal diesen Anspruch wenn ich das alles lernen kann dann muss ich es immer perfekt machen weil wir in dieser Gesellschaft noch so konditioniert sind.
00:05:45: Und das ist fatal und deswegen finde ich es so wichtig, dass wir beide heute mal darüber sprechen, hör auf dich nicht, also hör... Ich will mal zwei Sachen gleichzeitig sagen.
00:05:54: Hör auf dich ständig unter Druck zu setzen, noch resilienter zu werden, nochmal fünf Minuten mehr zu meditieren, weil du glaubst, dass deine Resilienz stärkt?
00:06:03: Die Wahrheit ist natürlich stärken diese Tools deiner Resilience!
00:06:07: Aber ich hab im Leben gelernt, alles was du mit Druck machst oder was du versuchst noch besser zu machen.
00:06:13: Wenn es mit der falschen Absicht geschieht wird daraus nichts, oder?
00:06:19: Und du hast grad was richtig Schönes gesagt!
00:06:21: Resilient heißt im Prinzip ist es ein Continuum.
00:06:24: Also da gibt's mal eine Phase, da bin ich sehr resilient und da gehts mit einer Phase, dann bin ich weniger resilient.
00:06:30: Und wenn ich das dann feststelle, kann ich wieder trainieren und machen.
00:06:33: Das heisst, wenn ich jetzt einmal meditiere, dann heißt es nicht dass ich resilient bin für den Rest meines Lebens.
00:06:39: Und das habe auch ganz oft diesen Irrglauben der manchmal einen Workshops zu aufkommt und nach dem Motto ja!
00:06:47: Ich meditiere einmal die Woche und deswegen bin ich resilient Nein.
00:06:52: Resilienz sein heißt, es gibt ganz viele Faktoren dazu.
00:06:56: von daher glaube ich ist das ganz wichtig zu verstehen was denn eigentlich Resilience ist.
00:07:00: und Resilient finde ich zumindest bedeutet dass sich die Situation annehmen kann so wie sie isst Dass ich also nicht hadere und sage ach hätt ich mal dann wär's jetzt so Und auch nicht zu sehr in den Zukunft schaue Es könnte ja sondern dass Ich wirklich im hier und Jetzt Bin und Die Situation Annehme und wenn mir aber aufbewusst mache Was für Möglichkeiten habe ich?
00:07:22: Welche Ressourcen stehen wir zur Verfügung, was kann ich alleine schaffen und wo brauche ich Hilfe um mir gleichzeitig aber auch bewusst
00:07:31: machen
00:07:31: dass ich etwas tun kann um die Situation für mich zu lösen.
00:07:35: Dass ich also raus gehe aus dieser Opferhaltung und hoffe das irgendjemand anders die Situation Für mich löst sondern ich bewusst für mich entscheide okay was kann Ich in dem Rahmen was mit der verfügung steht tun damit ich die situation für mich löse?
00:07:48: Und was kann ich auch daraus lernen aus der Situation?
00:07:54: Wir alle haben mal Höhen und Tiefen in unserem Leben.
00:07:56: Das ist das Leben einfach, da kommen immer wieder Herausforderungen.
00:07:59: Aber wenn ich weiß wie ich damit umzugehen habe, dann fällt es mir wesentlich leichter, wieder nach oben zu kommen als ... Wenn ich in einer Situation dann denke, oh Mist!
00:08:12: Ich weiß gar nicht mehr weiter und stecke den Kopf in den Sand.
00:08:17: Also das sind sehr wesentliche Punkte, die du gerade genannt hast.
00:08:21: Eigentlich sind es ja Lebensthemen.
00:08:23: Etwas anzunehmen wie's ist würde ich jetzt nach allen meinen Jahrzehnten in der Arbeit mit Menschen sagen, das ist schon eines der schwierigsten Sachen überhaupt.
00:08:32: Absolut!
00:08:33: Das heißt dem Menschen versuchen immer etwas zu ändern oder sie versuchen es wegzuschieben oder Sie mögen diesen Punkt nicht annehmen was es ist weil wenn ich jetzt gerade feststelle Ich bin gerade in einem Down-Zustand.
00:08:48: Also ich bin müde, ich bin energielos.
00:08:50: Ich kann irgendwie nicht so gut performen heute.
00:08:53: Heute ist kein so guter Tag.
00:08:56: Dann versuchen Menschen ganz oft dagegen anzukämpfen oder sie lassen sich komplett reinfallen und beides ist natürlich fatal weil es die beiden Extreme sind.
00:09:03: für mich ist die Mitte genau das was du gesagt hast.
00:09:06: nimm doch einfach grade mal an dass dieser tag heute nicht so ganz kraftvoll und energievoll ist wie der gestrige.
00:09:12: vielleicht Sagen doch einfach mal Ja dazu.
00:09:15: Wir sagen zu oft, zu schnell nein!
00:09:17: Ich habe einen ganz tollen Workshop vor vielen Jahren gemacht.
00:09:21: Da ging es um universelle Gesetze und ein universelles Gesetz ist Ja sagen.
00:09:26: Ja sagen und prüfen wozu du ja sagst.
00:09:31: Aber als erstes sollte man Ja sagen oder nicht Nein sagen.
00:09:33: Und das hat mir zum Beispiel damals geholfen weil ich war auch jemand.
00:09:36: Das kann ja wohl nicht sein, das müssen wir ändern Man muss doch eine Lösung finden.
00:09:39: und so weil ich komme aus einer sportlichen Familie Das hat mir geholfen erst mal zu sagen, sagt doch erstmal ja.
00:09:45: Heute ist es so wie es jetzt gerade ist und ich glaube damit hat man schon viel gewonnen das heißt was Resilienz nicht isst immer nein zu sagen.
00:09:55: Ich mach jetzt ein kleines Spiel an ne?
00:09:58: Das heisst wenn du immer nein sagst, kannst du nicht resilient sein.
00:10:01: Man sollte Nein sagen lernen, das verstehe mich nicht.
00:10:03: Wir sind in meinem Kommunikations-Podcast.
00:10:05: Es gibt bereits Folgen darüber wie es dir leichter fällt, Nein zu sagen.
00:10:08: Natürlich musst du Grenzen setzen an der Stelle wo deine persönliche Grenze erreicht ist.
00:10:12: Darüber reden wir aber jetzt gerade nicht.
00:10:14: Wenn Du aber zu denen gehörst die immer Nein sagen dann weißt Du warum Deine Resilienz schwächelt?
00:10:19: Weil Annehmen was isst stärkt Deine RESILIENZ!
00:10:23: Sollte ich
00:10:23: das jetzt richtig verstanden
00:10:24: oder?!
00:10:25: Absolut.
00:10:25: Und ich finde es auch ganz wichtig zu wissen, welchen Wirkungskreis habe ich?
00:10:29: Also was
00:10:30: kann ich beeinflussen
00:10:31: und was nicht?
00:10:32: Und das, was sich nicht beeinflussend kann wenn ich da dagegen ankämpfe... Das ist einfach verschwendete Energie und Zeit und Ressourcen!
00:10:41: Das bringt nichts.
00:10:42: also von daher gibt es in jeder Situation eine Möglichkeit oder einen Bereich wo ich aktiv wirken kann und da fokussiere mich drauf und nicht auf die ganzen Windmühlen, die ich nicht bekämpfen kann.
00:10:55: Ist das nicht toll, dass wir zu zweit sind?
00:10:57: Weil Anna hat jetzt das ergänzt was ich irgendwo bestimmt auch schon mal gesagt habe.
00:11:03: Das liebe ich immer an dieser Situation, dass ich Gäste in meinem Podcast habe.
00:11:07: Das war genau der Schlüssel.
00:11:09: Ja, genau das war der Schlüssel.
00:11:10: Okay also nehmen wir den Menschen den Stress oder Druck dass sie glauben Sie müssten immer und in jedem Moment Resilienz sein.
00:11:20: ich hoffe das hat sich jetzt schon ein bisschen transportiert.
00:11:23: Das bedeutet aber ja dass resiliente menschen im Grunde genommen Parameter erfüllen oder dafür sorgen dass diese Parameter Erfüllt werden damit sie resilient sein können.
00:11:33: habe Ich das gerade richtig verstanden an der Aufzählung deiner vier punkte?
00:11:38: Genau, also das ist Resilienz heißt nicht nur ich kann die Situation annehmen sondern da gehört ganz viel mit dazu damit ich resilient bin.
00:11:45: Also zum Beispiel dass sich optimistisch in die Zukunft schaue aber wie gesagt nicht so dass ich eine rote Brille aufsetze, dass ich auch selbst Verantwortung übernehme für mein Handeln.
00:11:56: Da fangen sehr viele Faktoren mit rein und dann bin ich natürlich resilient und je nachdem wie stark ich das trainiere gelingt es mir besser in Situationen adäquat umzugehen als das Aeneine.
00:12:10: Okay, das ist jetzt die Überleitung zu etwas was ich von dir gelesen habe Anne.
00:12:14: du hast ein Text geschrieben und die Überschrift ist Selbstfürsorge Und ich hab verstanden dass das Teil der Resilienz ist.
00:12:21: die Menschen haben selbst für Sorge und Ich würde es gerne einmal kurz vorlesen wenn es okay ist.
00:12:26: Du hast geschrieben, resilientere Menschen achten auf ihre körperliche und mentale Gesundheit sie ernähren sich gesund treiben ausreichend Sport und nehmen sich Zeit für Entspannung, und für sich selbst.
00:12:41: Eine fünf Minuten Kaffeepause – und ein Blick aus dem Fenster genügt manchmal schon!
00:12:49: Warum ich das vorlesen wollte ist weil wir gehen jetzt sozusagen zu dem was wir ja auch noch vorbesprochen haben, was du uns gleich noch geben wirst.
00:12:58: es geht nicht darum die große Welle zu machen.
00:13:01: Es geht nicht darum, zwanzigtausend Sekunden zu meditieren.
00:13:04: Ich weiß nicht mal wie viele Minuten das sind sondern zu sagen ich nehme mir einfach nur jetzt diese fünf Minuten weil diese fünf minuten helfen mir dass sich mich wieder sammeln kann und das ist die Überleitung und das hast du hier sehr schön beschrieben.
00:13:17: zudem was wir dir euch heute noch mitgeben wollen es isst manchmal weniger mehr so und Du hast etwas mitgebracht Anne sozusagen die Resilienz der Menschen ja stärken kann.
00:13:33: Und das ist wieder etwas, was wir sowieso jeden Tag bei uns haben, ne?
00:13:37: Du hast gesagt ... Das klingt super langweilig, hast du zum Beispiel im Vorgespräch mit mir gesagt und ich höre es auch, weil ich hab Stressbewertungen gemacht, die Leute sagen ... Superlangenweiligs.
00:13:49: Ich kann euch sagen, die Dinge, die funktionieren sind ganz oft ganz langweillig.
00:13:54: Back to the roots!
00:13:55: Nicht so viel Tramp-Trammen laut und bleh, die Dinge, die wirklich funktionieren haben meistens einen Ursprung der schon ganz alt ist.
00:14:05: Und deshalb übergebe ich wieder an dich was es ist, was du uns mitgebracht hast?
00:14:11: Noch ein Punkt.
00:14:12: dazu wollte ich noch sagen dass Resilienz hat ganz viele Übungen, die man machen kann und das Prominenteste was uns immer einfällt ist Meditieren.
00:14:23: Es gibt die Möglichkeit Resilienze sein, ohne dass ich meditieren muss.
00:14:27: Wenn das nicht mein Ding ist, ist es absolut in Ordnung zu sagen, nee da komme ich nicht ran und das passt auch.
00:14:33: dafür gibt's andere Übungen.
00:14:35: Und ich habe heute eine Übung mitgebracht, die jeder machen kann.
00:14:39: Das Interessante ist im Prinzip, dass man eine Resilience-Übung macht in einem Zustand wo man nicht gestresst ist, wo er nicht emotional aufgeregt ist ums erst mal zu üben damit genau weiß in der Stresssituation, wie ich die Übung durchführen soll.
00:14:56: Weil dann dran zu denken, oh, die Anna hatte mal irgendwas gesagt?
00:14:59: Das ist recht schwer!
00:15:00: Unser Gehirn macht er einfach nicht mit.
00:15:02: D.h.,
00:15:03: im besten in einem Zustand jetzt ganz entspannt einfach mal mitmachen.
00:15:08: und zwar habe ich eine Atemübung mitgebracht.
00:15:11: Und ich hab schon zu Sabine gleich am Anfang gesagt, boah, ich glaub das ist ultra langweilig heute sich an, aber dass es tatsächlich das effektivste Mittel was man machen kann.
00:15:22: Warum?
00:15:22: Weil wir haben den Arten immer bei uns, brauchen keinen Extratool oder irgendein Werkzeug und ich kann es überall machen.
00:15:31: Das heißt das sieht keiner.
00:15:33: Ich könnte das in einem Meetingraum machen, wenn ich im Auto sitze mache, zu jeder Zeit und überall kann ich das machen ohne dass die Person gegenüber das mitbekommt und ich trotzdem dafür sorge, dass mein Nervensystem sich beruhigt.
00:15:49: Und wie das funktioniert ist, die Übung heißt vier, sieben, acht.
00:15:55: Das heißt ich atme für vier Sekunden, atme ich ein.
00:15:59: Für sieben Sekunden halte ich den Atmen und für acht Sekunden atm ich wieder aus.
00:16:05: Was passiert?
00:16:07: In dem Moment wo ich sozusagen länger ausatme als ich einatme entspann sich mein Nervensystem.
00:16:15: Wenn sich mein Nervensystem wieder beruhigt Dann kann natürlich auch der präferthalte Cortex, der vorderen Teil des Hirns wieder aktiviert werden.
00:16:22: Der ist für unser logisches rationales Denken zuständig und er hilft uns dann wieder auf Lösungsideen zu kommen Und ich mache das sehr gerne in Workshops, dass wir es immer gemeinsam machen und man merkt tatsächlich dieses lange Ausatmen Das hilft einem um wieder runterzukommen.
00:16:42: Ich sehe dann meistens bei den Leuten So Fragezeichen über den Kopf.
00:16:46: Oh mein Gott, vier, sieben, acht ... Puh, kann ich mir nicht merken!
00:16:50: Und deswegen sage ich dann immer Wenn ihr euch das nicht merkt und gar kein Problem, macht einfach drei Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen.
00:16:59: Es geht darum, dass ihr länger ausatmet als das hier einatmet.
00:17:03: Das hilft uns dabei wieder runterzukommen, wieder normal des Nervensystems zu regulieren.
00:17:14: Wenn du diese Übung dreimal hintereinander machst, dann fühlst du dich einfach schon ein bisschen entspannter und du hast für einen kurzen Moment auch den Gedankenkreis unterbrochen, den du vorher hattest in diesem Stressmoment.
00:17:26: Das heißt wenn du dann wieder an das Problem denkst, hast du einen ganz anderen Ansatz.
00:17:31: D.h.,
00:17:32: du findest es immer noch blöd dass es diese Situation gibt aber du denkst jetzt natürlich ein bisschen anders drüber nach weil dein Nervensystem beruhigter ist.
00:17:41: Das ist sehr, sehr wichtig.
00:17:42: alles was Anna gesagt hat und ich habe jetzt ja natürlich wieder mitgemacht.
00:17:46: Ja ich hab's gesehen!
00:17:48: Ja weil ich habe das entschuldigt meine Stimme ist heute komisch.
00:17:52: Ich musste das richtig lernen richtig zu atmen weil ich glaube ich immer nie geatmet.
00:17:57: ich habe zu denen gehört die nie ausgeatmet haben.
00:17:59: ich habe mir mal festgehalten so weil alles so stressig war und durch Yoga Ich hatte tolle Yoga-Lehrer, habe ich gelernt wieder richtig zu atmen und deswegen kann ich das auf Knopfdruck.
00:18:10: Und was Anne gesagt hat ist ganz, ganz wichtig.
00:18:13: über das Jetzt!
00:18:16: Mach es nicht erst wenn du mitten im Stressmoment bist.
00:18:19: Im Stressmomente brauchst Du die Übung, die Du vorher trainiert hast damit sie auf Knopffdruck geht.
00:18:25: Das ist ein ganz wichtiger Hinweis weil ich glaube viele sagen immer ja jetzt brauche ich das gerade nicht.
00:18:30: Jetzt geht's mir gerade gut.
00:18:32: Dann sage ich mal ganz falsch Jetzt solltest du es machen, damit es dir weiter gut geht.
00:18:38: So und das ist das was wir vorhin noch bevor wir auf die Aufnahme gedrückt haben auch schon besprochen haben Sorge doch bitte dafür Vorbeugend dass Du gar nicht erst in diese extremen Situationen kommst im normalen Alltag Dass das Leben Dir Herausforderung schickt.
00:18:54: Ja!
00:18:54: Das haben wir jetzt gerade.
00:18:56: Umso wichtiger ist es, dass Du Trainierterin bist, dass du das anwendest.
00:19:03: Also ganz, ganz wichtig was du gerade alles gesagt hast.
00:19:05: Deswegen wiederhole ich das nochmal weil doppeltel besser wir lernen.
00:19:08: durch Wiederholung habe ich in meinem Leben gelernt und deshalb vielleicht nimmst du dir das einfach auf oder du machst dir... Ich weiß gar nicht.
00:19:16: gibt es sowas?
00:19:16: Gibt es Musik die auf vier Atemzüge ping macht und dann acht Atem Züge pingen macht?
00:19:23: sonst baue dir irgendwas was dir dabei hilft.
00:19:25: Ich kann das durchzählen.
00:19:27: Ich zähle eins zwei drei vier Halt den Atem an und zähle eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben.
00:19:35: Acht!
00:19:36: Und dann lasse ich los und atme aus oder was anderes rum?
00:19:38: Du hast es vier-sieben macht, warst du nicht?
00:19:41: Ja aber das geht auch.
00:19:42: Also solange es doppelt so lang ist dass ausatmen wie einatmen machen wir alles richtig.
00:19:47: genau Das ist das wichtigste weil das hast du wundervoll beschrieben und das ist das was ich übrigens gerade auch gemerkt habe.
00:19:52: Du kommst du erdest dich.
00:19:54: Du rutscht wieder von deinem Kopf in deinen Körper und das ist das Wichtigste, was bei diesen Atemübungen passiert.
00:20:01: Also
00:20:02: wunderschön!
00:20:02: Warum ich diese Übung so toll finde?
00:20:04: Weil wir Menschen, wir neigen dazu gerade im Job zu sagen Ich habe keine Zeit für sowas.
00:20:08: Ich kann nicht eine Stunde joggen gehen, ich kann nicht in der Mittagspause irgendwas machen.
00:20:15: Okay wenn du das alles nicht kannst dann kannst du dir trotzdem für zwei Minuten Zeit nehmen kurz zu atmen Und das hilft.
00:20:23: Wenn du das regelmäßig machst, bevor du zu sagen in stressige Meetings gehst ... Manchmal weiß man ja vorher schon okay, das Meeting wird jetzt ganz stressig.
00:20:31: Sich da ein bisschen zu erden, das hilft ungemein.
00:20:34: und diese Mikromomente, die dir helfen im Alltag besser klarzukommen?
00:20:41: Ja, das war's!
00:20:43: Du hast es wunderschön formuliert.
00:20:45: Das ist auch das Geschenk heute an euch, an dich wieder der Reminder, dass die einfachsten Dinge im Leben oft sehr wirksam sind.
00:20:54: Und vielleicht konnten wir ein bisschen dieses große Bild von Resilienz runterbrechen in den Norma... ich hätte fast gesagt das normale Leben weil klar ist Resilience fantastisch und wir sollten auch dafür sorgen, dass wir in einer Zeit wie dieser Resilienter werden, wenn wir es noch nicht sind.
00:21:13: Aber was mir heute besonders gut gefallen hat Anne ist zu sagen Es gibt gute und schlechte Tage Und der eigene Anspruch weil ich habe früher auch so einen eigenen Anspruch an mich gehabt muss jeder Tag gut sein Muss jeden tag gleich performen Ist egal wie's mir geht Ich muss weiter durchziehen.
00:21:28: das hat alles gute aspekte aber man muss ein bisschen darauf achten dass Wir in einer balance im leben bleiben Weil alles was wir im extremen tun Hat natürlich konsequenzen und insofern Ich danke dir ganz herzlich.
00:21:42: Gibt es noch irgendetwas, was du den Zuhörern mitgeben möchtest?
00:21:45: so als Abschluss?
00:21:47: Du hattest
00:21:48: gerade schon gesagt also lieber kleine Sachen machen einfache Sachen machen als irgendwas ganz kompliziertes.
00:21:56: ich danke dir sehr herzlich dass du da warst.
00:21:58: ich mag diese ihr habt das wieder gemerkt Anne gehört auch wieder zu diesen glasklaren Frauen.
00:22:04: she's the next generation ja.
00:22:06: also ich bin ja auch sehr klar weniger ist mehr Und ich hätte es heute nicht besser sagen können als Anne zu diesem Thema.
00:22:13: und deswegen ganz, ganz herzlichen Dank, dass du da warst.
00:22:17: Ich wünsche euch und dir das Du wieder was mitnimmst, das in dein Leben integriert.
00:22:23: Du darfst das immer gerne mit deinen Kindern oder deiner Partnerin vielleicht mit deinen Mitarbeitern ab- und zu bei einem Ausflug üben!
00:22:31: Es geht um Teams, es geht darum, dass ihr euch gegenseitig unterstützt und Kraftreserven nicht unnötig verschwendet.
00:22:38: Also in dem Fall ... Ihr habt heute viel bekommen, viel gehört.
00:22:41: Macht das Beste daraus!
00:22:42: Ganz herzliche Grüße von Anne und von mir und lasst es dir gut gehen.
00:22:48: Das war dein Kommunikations-Podcast Gespräche mit Erfolg mit Sabine Tönnies.
00:22:53: Dein Podcast für klare und erfolgreiche Gesprächsführung.
00:22:57: Ich wünsche dir viel Spaß beim Umsetzen der Gepraxis und positive Gespräche.
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